Beratungsleistungen für Netzbetreiber

Netzbetreiber stehen vor der Herausforderung den sicheren und zuverlässigen Betrieb der Verteilnetze unter einerseits steigendem Kostendruck der Anreizregulierung und andererseits wachsender Anforderungen (EEG-Integration, IT-Sicherheit, smart Energy/Digitalisierung im Messwesen etc.) zu gewährleisten. Grundvoraussetzung um die Wirtschaftlichkeit des Netzbetriebes dauerhaft zu sichern sind effiziente Abläufe in den vorgangsstarken Prozessen (Hausanschlussprozesse, Instandhaltung, Zählerwechsel etc.), die einen Großteil der verfügbaren Ressourcen binden. Hier ergeben sich durch optimierte Organisationsstrukturen und Prozessverantwortungen (z. B. spartenübergreifende Arbeitsvorbereitung) sowie hohe Automatisierungsgrade in den IT-Systemen (z. B. durch Einsatz mobiler Anwendungen) vielfach Potenziale zur Prozesskostenreduktion ohne dabei die Prozessqualität (und in der Folge die Versorgungszuverlässigkeit) zu gefährden.

Beratung für Netzbetreiber

Organisationskonzept Netzbetrieb

Von der Planung und Steuerung der verfügbaren Ressourcen über die Ausführung vor Ort bis zur auftragsbezogenen Dokumentation der durchgeführten Tätigkeiten in den eingesetzten IT-Systeme kommt es im Netzbetrieb heute zu Prozessschnittstellen, die vielfach durch Medienbrüche und doppelte Datenhaltungen geprägt sind. Die Herstellung eines durchgehenden Informationsflusses, effizienter Schnittstellen und transparenter Strukturen ist ein Ziel des Organisationskonzeptes.

Die Prozessabweichungsanalyse anhand von Referenzprozessen sowie die Plausibilisierung der gebundenen Personalkapazitäten anhand von Branchenvergleichswerten liefern ein Gesamtbild über Schwachstellen und Handlungsbedarfe. Auf dieser Grundlage können Verbesserungspotenziale in der organisatorischen Prozesszuordnung, der Prozessabläufe sowie des Softwareeinsatzes abgeleitet und in eine priorisierte Umsetzungsplanung überführt werden.

Zur Durchführung der Erstellung eines Organisationskonzeptes schlägt ein mehrstufiges Projektvorgehen bestehend aus Projektinitialisierung, Abweichungs- und Schnittstellenanalyse, Ressourcenanalyse und Standortbestimmung und Konzeption vor.

Projektinitialisierung

  • Gemeinsames Projekt-Kick-off zur Vorstellung und Abstimmung der Ausgangssituation, Zielsetzung und Vorgehensweise des Projektes
  • Bestandsaufnahme inkl. Sichtung der vorhandenen Dokumentationen (z. B. Prozess- und Betriebshandbücher)

Abweichungs- und Schnittstellenanalyse

  • Abweichungs- und Schnittstellenanalyse der relevanten Prozesse zur Identifikation von Schwachstellen auf Basis von Referenzprozessen inklusive Dokumentation
  • Aufnahme von Vorgangszahlen und Netzstrukturdaten zur Plausibilisierung und Ressourcenbedarfsanalyse

Ressourcenanalyse und Standortbestimmung

  • Dimensionierung der Mitarbeiterkapazitäten als Grundlage einer funktionalen und effizienten Ressourcenallokation
  • Vergleich mit dem Benchmark (in den planbaren und wiederkehrenden Prozessen)

Konzeption

  • Ableitung der Zielfunktionslandschaft inklusive Zuordnung von Prozessen
  • Erstellung eines Organisationskonzeptes inklusive Maßnahmenplan zur Vereinfachung der Umsetzung
  • Konsolidierung und Dokumentation der Ergebnisse in Form der Abschlusspräsentation

Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen zum Thema Netzbetrieb haben. Unsere Berater stehen Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung!

Besprechungstisch

Prozesskostenanalyse VNB

Die detaillierte Kenntnis der eigenen Prozesskosten schafft Vergleichbarkeit, erleichtert die Identifikation von Handlungsfeldern und macht bei regelmäßiger Aktualisierung die Effekte durchgeführter Maßnahmen messbar. Mit der Prozesskostenanalyse VNB verfügt über ein normiertes Analysetool für den Netzbetrieb.

Die Ressourcenbindung in den Prozessen sowie die Auswertung der aktuellen Kostenstrukturen ermöglicht es die beeinflussbaren und nicht beeinflussbaren Prozesskosten auf Teilprozessebene zu ermitteln. In Verbindung mit den Mengengerüsten und Netzstrukturdaten (Anzahl Hausanschlüsse, Netzlänge je Spannungsebene bzw. Druckstufe, Anzahl Ortsnetzstationen, etc.) des Unternehmens können die Ergebnisse in Relation zu Vergleichswerten aus der Schleupen-Datenbank gesetzt werden. Anhand dieser Standortbestimmung lässt sich die Leistungsfähigkeit des Netzbetriebes in den untersuchten Prozessen bewerten und passgenaue Maßnahmen zur Effizienzsteigerung ableiten. Die Prozesskostenanalyse umfasst die nachfolgenden Projektschritte:

  • Gemeinsame Abstimmung des Prozessmodells auf Grundlage des Referenzprozesshauses
  • Durchführung von Workshops und Einzelinterviews zur Aufnahme und Dokumentation von aktuellen Ressourcenallokationen
  • Erhebung von Mengengerüsten und Kostenstrukturen
  • Plausibilisierung und Verifizierung der erhobenen Daten
  • Ermittlung der Prozesskosten auf Basis der zugrundeliegenden Informationen (Kosten, Dimensionierung, Mengengerüste) mit Hilfe des Prozesskostenanalyse-Tools
  • Vergleich von Ergebnissen mit Benchmark und Branchenkennzahlen zur Identifizierung von Optimierungspotenzialen und Ableitung eines langfristigen Optimierungspfades
  • Ableitung von Schwachstellen
  • Ermittlung von Optimierungspotenzialen und Ableitung von Sofortmaßnahmen zur zeitnahen Umsetzung
  • Erstellung von Ergebnisdokumenten wie bspw. Mitarbeiterdimensionierungen, Prozesskostenermittlungen und Präsentationen

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