14 März
2017

Messstellenbetreiber: Grundzuständig oder wettbewerblich?

Mit den Festlegungen des MsbG wurde nicht nur die Grundzuständigkeit im Messwesen (gMSB) definiert, sondern auch die Option des wettbewerblichen Messstellenbetreibers (wMSB) für moderne Messeinrichtungen und intelligente Messsysteme klar abgegrenzt.

Der wMSB ist im Sinne des Gesetzes „ein Dritter, der die Aufgabe des Messstellenbetriebs durch Vertrag nach § 9 (MsbG) wahrnimmt.“ Dazu gilt das Wahlrecht „des betroffenen Anschlussnutzers“. Demzufolge „kann der Messstellenbetrieb anstelle des nach § 3 (MsbG) Absatz 1 Verpflichteten von einem Dritten durchgeführt werden, wenn durch den Dritten ein einwandfreier Messstellenbetrieb im Sinne des § 3 (MsbG) Absatz 2 gewährleistet ist.“

Inzwischen zeichnet sich zusätzlich eine Mischform bei der Erfüllung von Aufgaben des Messstellenbetriebs ab. Unternehmen erklären gegenüber der BNetzA einerseits ihre Grundzuständigkeit im Messwesen, andererseits organisieren sie sich auch als Dritter, der die Aufgabe des Messstellenbetriebs wahrnimmt.

Damit verbunden ist beispielsweise die Absicht, als Dritter im Sinne des MsbG auch ohne Bindung an die Preisobergrenzen (§31 MsbG) oder außerhalb des lokalen Netzes zu agieren.

Die konkrete Ausgestaltung der Optionen im Messwesen ist Ergebnis eines strukturierten Analyse- und Entscheidungsprozesses, bei dem die Experten von VISOS gezielt beraten können.

Beratungsportfolio der VISOS GmbH

So muss bei der Wahl der Rechtsform beispielsweise berücksichtigt werden, dass die neuen WiM-Prozesse keine Unterscheidung zwischen der Grundzuständigkeit im Messwesen und einem Dritten machen, wenn beide in derselben juristischen Person organisiert werden. Dies ist analog zu den Regelungen des Grundversorgers auf der Lieferanten-Seite zu verstehen. Der BDEW wird deshalb einem Unternehmen keine zwei unterschiedlichen Codenummern für den gMSB und dem wMSB vergeben.

Weitere Fragestellungen die sich daraus ergeben sind:

  • Gibt es Bedarf für einen abweichenden Marktauftritt?
  • wMSB in welcher (organisatorisch, rechtlichen) Konstellation?
  • Welchen Unterstützungsbedarf gibt es softwareseitig?

Im Ergebnis dieser Überlegungen muss eine strukturierte Entscheidungsvorlage stehen, mit der die Ausrichtung des Messstellenbetriebs konsequent und sicher umgesetzt werden kann.

Wir unterstützen Sie beim Stellen und bei der Beantwortung der richtigen Fragen. Sprechen Sie uns an! 


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